Am 01.06.14 ging für mich ein großer Lebensabschnitt zu Ende: Ich übergab meinen Hof in neue Hände. Genau 18 Jahre lebten meine Tochter Lena und ich in Ellringen auf einem Resthof, der sich nach und nach zu einem „richtigen“ Pferdehof entwickelt hatte.

Die Geschichte einer Entwicklung

Als ich im Mai 1996 auf dem Resthof in Ellringen einzog, war ich im 8. Monat schwanger. Mit dickem Bauch renovierten mein damaliger Lebensgefährte und ich das Wohnhaus  und richteten draußen alles für meine Pferde her. Mit uns zogen meine große Ponyliebe Britta, mein Wallach Florian und unsere Hunde Max und Dascha ein.

Meine Pferde sollten in Offenstallhaltung leben. Die Scheune war dafür einfach perfekt.

Bei so viel Platz bot es sich an, noch ein paar Pferde aufzunehmen und so zogen bald die ersten Einstellpferde bei uns ein. Da es dann doch ein paar mehr wurden, bauten wir weitere Offenställe, Paddocks, ein Round Pen und einen Reitplatz. Ich fing an Unterricht zu geben und Pferde auszubilden. Im Jahr 2000 entschloss ich mich zum Bau einer Reithalle.

Luftaufnahme aus dem Jahr 2002

Luftaufnahme Ellringen

Reitunterricht zu geben, mit eigenen und Fremdpferden zu arbeiten und Seminare zu geben, wurde zu meinem Beruf und meiner Berufung. Die Pferde, mit denen ich tagtäglich umgehen durfte, waren meine besten Lehrer. Und der Hof war ein wunderbares Klassenzimmer!

Mein Hof bot mir die Möglichkeit, mich zu dem Menschen zu entwickeln, der ich heute bin. Ohne ihn würde ich heute ganz woanders stehen. Es gäbe den Longenkurs nicht und ich würde nicht durch die Lande reisen und in der Schweiz, Österreich, Luxemburg und Deutschland Seminare geben. Ich empfinde meinen Hof gegenüber tiefe Dankbarkeit und er wird im Herzen immer „mein Baby“ und die Erfüllung meines großen Lebenstraumes bleiben.

Zwischenzeitlich lebten rund 40 Pferde auf dem Pferdehof Teschen und ich betrieb eine kleine Reitschule.

Meine Tochter hat hier ihr ganzes bisheriges Leben verbracht und es war ein toller Ort zum Aufwachsen!

Grenzerfahrungen

Alle die schönen und auch schrecklichen Erlebnisse aufzuschreiben, die wir hier erlebt haben, würden locker ein Buch füllen. Ein Fohlen, welches aus dem wilden Galopp heraus in eine Heuraufe sprang und darin beinah starb, ein Pferd welches mit einem Bein in einem Eisentor feststeckte, der Einsatz von einem Rettungshubschrauber nach einem Reitunfall, eine ausgebrochene Herde, die über das Feld davon galoppiert, schwere Koliken, eine abgebrochene Selbsttränke mitten in der Nacht bei minus 10 °, die durch das rausspudelnde Wasser das Paddock zur Eisbahn verwandelte, unsere Katze, überfahren vor der Haustür … In solchen Momenten kam ich immer wieder hart an meine persönlichen Grenzen und auch manchmal deutlich darüber hinaus.

Auf der anderen Seite stehen all die vielen, wunderbaren Momente, in denen ich mein Glück, meinen Lebenstraum gemeinsam mit so vielen Tieren um mich herum leben zu dürfen, kaum fassen konnte.

Danke auch an alle zweibeinigen Wegbegleiter!

Nicht nur viele Tiere zogen in den 18 Jahren hier ein und aus. Auch viele Menschen begleiteten mich ein Stück meines Weges. Einige blieben, einige gingen im Guten und einige im Bösen. Partner, Freunde, Praktikanten, Reitschüler, Einsteller und Angestellte.

Allen meinen Wegbegleitern, auch wenn wir heute keinen Kontakt mehr haben, möchte ich an dieser Stelle von Herzen DANKE sagen! Ihr alle habt mir wichtige Erfahrungen geschenkt, mir in schwierigen Zeiten zur Seite gestanden oder auch mich gelehrt, mich zu behaupten und abzugrenzen. Heute weiß ich, dass oft die schwierigsten Situationen und Beziehungen für uns die wertvollsten und lehrreichsten sind.

Das Leben ist Veränderung

2007 lernte ich Tania kennen. Sie fragte mich, ob ich ihr Reitunterricht geben würde. Eigentlich wollte ich damals gerade keine neuen Reitschüler mehr annehmen und meine Lehrtätigkeit reduzieren. Ich wollte gerne mehr Seminare geben und ich wollte ein Buch schreiben (der Titel meines Skriptes lautete: Das Longenspiel). Aber wie das Schicksal es wohl wollte, nahm ich Tania doch als Schülerin an, und dafür bin ich sehr dankbar!

Im Oktober 2008 erschien dann der Longenkurs und damit nahm meine Seminartätigkeit mehr und mehr zu. Immer mehr Wochenenden war ich unterwegs. Der Spagat zwischen „Stallbesi“ und „reisende Trainerin“ wurde schwieriger und größer.

So wurde mir in den letzten Jahren alles rund um den Hof immer öfter „zu viel“. Die Verantwortung, die Arbeit, das Angebundensein. Mein ehemals so sehr geliebter Hof wurde zu einer immer größer werdenden Belastung. Also fuhr ich den Hof massiv herunter. Im letzten Jahr stand nur noch ein kleiner harter Kern an Pferden bei mir. Von den ehemals 40 schrumpfte es auf 13. Und ich gab hier weder Kurse, noch Unterricht und nahm keine Ausbildungspferde mehr auf.

Der Wunsch „woanders“ zu sein und anders leben zu wollen, wurde immer größer in mir. Mich zog es wieder mehr in Stadtnähe und auch Lena teilte diesen Wunsch. Also beschlossen wir, die große Lebensveränderung in Angriff zu nehmen und nach einem Käufer für unseren Hof zu suchen.

Aktuelle Termine

Hier findest du verschiedene Online Seminare rund um die Arbeit nach dem Longenkurs
und um pferdefreundlichen Umgang und Training mit Pferden!

Meine kommenden Online Live Seminare

Grundsätzlich gibt es keine vorgeschriebene Reihenfolge und du kannst dich in jedes Online Seminar einbuchen. Meine Empfehlung ist, mit dem "nicht trockenen" Theorievortrag zum Longenkurs zu starten. Dieser findet live alle 2-3 Monate mit mir statt.

Alle anderen Online Seminare finden nur alle 4-6 Monate live mit mir statt.

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Du möchtest dich intensiv mit meinem Longenkurs beschäftigen und direkt loslegen? Dann ist mein 7-teiliges Replay-Paket genau das Richtige für dich.

Du erhältst sofort Zugriff auf alle 7 Seminare und kannst die Inhalte ganz in deinem eigenen Tempo ansehen.

Ziele des Longenkurses:

  • ein Pferd biomechanisch korrekt & effektiv longieren
  • mit konkreten Übungen die Muskulatur eines Pferdes aufzubauen
  • dem Pferd helfen, eine gute Balance und Selbsthaltung zu finden
  • ein Pferd optimal auf die Aufgabe, einen Reiter zu tragen, vorzubereiten
  • ein Pferd bis ins hohe Alter fit zu halten und es abwechslungsreich mit Spaß zu gymnastizieren

Seitdem ich die Pferde, die zu mir zur Ausbildung kommen, in dieser Art und Weise trainiere, gehen sie von Beginn an deutlich losgelassener in ihren ersten Einheiten als Reitpferd.

Von führenden Fachzeitschriften und Experten empfohlen:

Expertenstimmen zum Longenkurs

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